Gender- und Queer-Linguistik

  • Datum: –16.30
  • Plats: Zoom: https://uu-se.zoom.us/j/61094501538
  • Föreläsare: Lars Vorberger
  • Arrangör: Tyska seminariet
  • Kontaktperson: Dessislava Stoeva-Holm
  • Seminarium

Lars Vorberger, Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, Marburg talar om „Gender- und Queer-Linguistik: Überblick - Beispiele - gesellschaftliche Relevanz“.

https://uu-se.zoom.us/j/61094501538

Abstract

Wie interpretieren Sie folgenden Satz: „Wir befragen regelmäßig unsere Mitarbeiter, denn wir möchten die Karrierechancen der weiblichen Mitarbeiter verbessern“?

Welche Funktion hat die Personenreferenz Schwester in folgendem Zitat der Fernsehsendung Prince Charming: „Manuel – vor allem so – hat mir so über das Glied gestrichen, wo ich so dachte: okay Schwester, jetzt übertreib nicht“?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich Gender- und Queerlinguistik. Der Vortrag gibt einen Einblick in diese beiden Teilgebiete der Linguistik. Zunächst werden ein Überblick über die Genderlinguistik gegeben (Definition, Arbeitsgebiete, Forschungsgeschichte) und ausgewählte bisherige Forschungen aus dem deutschsprachigen Raum vorgestellt (u. a. zum geschlechtsübergreifenden Maskulinum, zum genderspezifischen Gesprächsverhalten und zum Asterisk). Daran anknüpfend wird aus eigenen und studentischen Projekten zu Genderlinguistik berichtet (u. a. zur Namensgebung von Pokémon und zu Personenreferenzen).

Im zweiten Teil wird analog ein Überblick über die Queerlinguistik erfolgen, die insgesamt noch weniger in der deutschen Forschungslandschaft etabliert ist. Neben ausgewählten Forschungen (u. a. zu gay slang, gay speak sowie zu „schwul“ klingen) wird hier der Schwerpunkt auf eigenen und studentischen Projekten liegen (u. a. stereotype „schwule“ Aussprache, Personenreferenzen bei Prince Charming oder Männlichkeitskonstruktionen im Fußball).

Abschließend soll über die gesellschaftliche Relevanz und weitere Aspekte der Gender- und Queerlinguistik diskutiert werden.